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Solange dauert es, bis in der österreichischen Fabrik „Wald“ der Baustoff Holz für das Einfamilienhaus in Wien gewachsen ist. Dabei entsteht das Abfallprodukt Sauerstoff, welches für eine Person ausreicht 100 Jahre zu atmen. Dieser Nachhaltigkeitsprozess, den unsere Zukunft so dringend benötigt, ist mit diesem Beispiel nicht besser darstellbar.

 

Ein Leitmotiv für den Entwurfsprozess war das Thema „Low-Tech“. Das bedeutet bewusster Verzicht auf teure, komplizierte Technik und die Nutzung einfacher Wirkungsprinzipien (Funktion, Bedienung, Herstellung, Wartung). Flexible Grundrissanordnung, Sichtachsen, Ausblicke, wartungsfreie Holzfassade, die Möglichkeit von „do it your self“ Arbeiten, einfriedungsfreie Straßenfront, resurcenschonende Baumaterialien auch im Bereich der Wärmedämmung und Fenster, sind nur einige Beispiele für diese Denkweise. Das Haus steht überhängend auf einer Geländemauer, gleich eines Felsvorsprunges, passend zu den Bewohnern. Die Bauherrn, die zur Elite der österreichischen Kletterszene gehören, haben das beste Statement selbst ausgesprochen: „Nicht für die Likes – fürs Herzerl ist dieses Haus.“, und so schließt sich dieser gesamtheitliche Bauprozess im besten Sinne.

 

Übrigens, seit sie diese Zeilen gelesen haben, sind weitere 2 Häuser nachgewachsen!

 

Fotos: © Bernhard Fiedler


address Vienna, AT
category residential
state build
site area 756 m2
floor area 189 m2
consulants Kreiseder Holzbau GmbH, Bauunternehmen Gruber Ges.m.b.H., ECKL Sanitär & Heizungstechnik, S & P Elektrotechnik Ges.m.b.H., Fenstertischlerei Svoboda, B-BROS Brandlhofer GmbH, DDM Parkett,
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